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Gartenschläfer

Eliomys quercinus

Besonderheit: Säugetier aus der Familie der Bilche oder auch Schlafmäuse; schwarze Gesichtsmaske; in Deutschland eine nationale Verantwortungsart
Kennzeichen: buschiger Schwanz bis zu 13 cm Länge; Fellfarbe auf der Oberseite von rotbraun bis grau, Flanken und Unterseite weiß; schwarze Kopfzeichnung von den Schnurrhaaren über die Augen bis hinter und unter die Ohren
Lebensraum: lebt überwiegend in Laub- und Nadelwäldern, aber auch in Obst- und Hausgärten
Lebensweise: nachtaktiver Einzelgänger; tagsüber in kugelförmigen Nestern, Baumhöhlen und Nistkästen, mehr als die Hälfte des Jahres im Winterschlaf
Nahrung: Allesfresser (Insekten, Würmer, Schnecken, kleine Wirbeltiere, Eier, Früchte, Samen und Knospen); zeitweise überwiegend tierische Kost
Fortpflanzung: Paarungszeit von Mai bis Juli; Weibchen signalisieren durch lautes Pfeifen ihre Paarungsbereitschaft; meist nur ein Wurf pro Jahr (4 – 6 Junge); Tragzeit 21 – 23 Tage; Augen öffnen sich nach 18 Tagen; nach 40 Tagen sind die Jungen selbstständig
Verbreitung: Europäer, im Süden Spaniens, im Osten Deutschlands, in Tschechien, im angrenzenden Österreich ist der Gartenschläfer selten
Gefährdung: in Deutschland gilt die Art derzeit als gefährdet; die IUCN führt den Gartenschläfer als Art der „Vorwarnliste"
Schutz: International in der Berner Konvention (Anhang III) geschützt

 

Eine verschwindende Art

Der Gartenschläfer ist der kleine Verwandte des Siebenschläfers. Ursprünglich war er in weiten Teilen Europas beheimatet. Doch seine Bestände gehen drastisch zurück. Niemand weiß warum! Sein Verbreitungsgebiet hat sich in den letzten 30 Jahren um mehr als 50 % verkleinert. Er ist dabei zu verschwinden. In Deutschland lebt ein großer Teil seiner Population. Er gilt hier daher als Verantwortungsart.

 

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