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WildtierPark
Boggel


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Steinbock

Capra ibex

Schulterhöhe: 70 bis 125 cm

Gewicht: 70 bis 120 kg

Lebensdauer: bis 20 Jahre

Lebensraum: Felsiger Lebensraum oberhalb der Waldgrenze; Höhenwechsel mit Jahreszeiten

Nahrung: Gräser, Kräuter, Flechten; Wiederkäuer

Fortpflanzung: Brunftzeit von November bis Januar mit Rivalenkämpfen; Tragzeit 5 bis 6 Monate; 1 bis 2 Junge im Mai bis Juni

Verbreitung: Ausrottung in den Alpen, bis auf Restbestände in Gran Paradiso (Italien); erfolgreiche Wiederansiedlung in den Alpen

Gefährdung: in den Alpen nicht gefährdet


Exzellenter Kletterer

In den Alpen ist der Steinbock, der zu den Wildziegen gehört, heimisch. Geißen und Jungtiere leben dort in Gruppen von 30 bis 50 Tieren. Bis auf die Paarungszeit von November bis Januar streifen alte Böcke oftmals einzeln und nicht ganz ausgewachsene Böcke in kleinen, weniger stabilen Junggesellenherden umher. Während Steinböcke im Winter tiefere Lagen bewohnen, ziehen sie sich im Spätsommer ins Hochgebirge zurück – bis in Höhen von 3.500 m. Nur zum Äsen steigen sie im Sommer auf alpine Wiesen hinab.

Als exzellenter Kletterer ist der Steinbock für das Leben im Gebirge bestens gerüstet. Von Natur aus hat er eine optimale Ausrüstung: Seine spreizbaren Hufen ermöglichen es ihm auch auf unebenen Felsen Halt zu finden, seine Afterklauen verhindern das Abrutschen.



Imposante Hörner

Die Fellfarbe des Steinbocks ist unauffällig: im Sommer dunkel- bis fahlbraun bei den Böcken, rötlich bis goldbraun bei den Geißen; im Winter sowohl bei Böcken, als auch bei Geißen eher gräulich. Am Ziegenbart und an der Ausprägung des Gehörns sind die Böcke eindeutig von den Geißen zu unterscheiden. Bei den Geißen sind die Hörner kurz und kaum gebogen. Böcke tragen dagegen ein säbelförmiges, nach hinten gebogenes Gehörn, das über einen Meter lang sein kann – ein imposantes Erscheinungsbild. Die Hörner wachsen ständig weiter. An den Abschnitten der ausgeprägten Hornwülste ist zu erkennen, wie alt ein Steinbock ist – je mehr Abschnitte, desto älter.



Rivalisierende Kämpfe

In der Paarungszeit suchen die Böcke die Geißen auf und versuchen Kontrolle über eine Herde zu erlangen. Dabei kommt es zwischen konkurrierenden Böcken zu rivalisierenden Kämpfen: Sie richten sich auf die Hinterbeine auf und stoßen mit den Hörnern aneinander. Die Kämpfe sind so heftig, dass ein Bock mindestens sechs Jahre alt sein muss, um eine Chance zu haben, die Kämpfe zu überstehen und einen Harem von mehreren Geißen für sich zu gewinnen. Den Winter über bleibt der Bock bei der Herde, im Frühling verlässt er sie. Nach einer Tragzeit von fünf bis sechs Monaten kommen im Mai oder Juni die Jungtiere zur Welt – meist eins, selten auch zwei pro Geiß.